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«Zeit-Geist»

 


Was macht es mit deinem Geist, wenn du über die Zeit nachdenkst, in der wir leben? Beflügelt dich manchmal Schmetterlingszeit? Fühlst du dich getrieben von gnadenloser Uhrzeit? Welcher Geist prägt unsere Zeit? Der Geist des Umbruchs, des Wandels, der Unsicherheiten, der offenen Zukunft? Ist es Schwellen-Zeit, hinter der etwas Neues wartet? Oder die ewige Wiederkehr des Gleichen? Und welchen Unterschied kannst du machen in dieser Zeit? Wie gehst du mit deiner Zeit um? - Veranstaltungen in diesem Semester bieten Zeit für solche Fragen. Sie schaffen auch Zeit zum Feiern, für Kreativität, Spiel und Bewegung. Nimm dir Zeit für unser Programm

Thomas Schüpbach-Schmid, Hochschulseelsorger

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Weihnachtswünsche

«Frohe Festtage!» – «Eine besinnliche Adventszeit!» – «Schöne Weihnachten!» –«Lichtvolle Weihnachten!» – vielleicht auch «Erholsame Festtage!» oder «Gesegnete Weihnachtstage» – solches und Ähnliches wünschen wir uns gegenseitig in diesen Tagen am Telefon, beim schnellen Tschüss im Flur, per Mail, Message oder Karte. Für 2025 habe ich mir einen neuen Wunsch überlegt: «Ich wünsche dir stimmige und stimmungsvolle Weihnachten!». Die Formulierung stimmt für mich. Stimmige Weihnachten? – Gar nicht so einfach. Für manche fühlt sich das Fest un-stimmig an. Viele haben das Gefühl, sie müssten sich während der Festtage ziemlich verbiegen, um weihnächtlichen Ansprüchen und familiären Traditionen zu genügen – oder so zu sein, wie man sich in der eigenen Bubble an Weihnachten eben verhält. Wie wird Weihnachten für dich stimmig? Brauchst du dafür ein feines – aufwändiges – Festessen mit der Familiensippe? Oder möchtest du lieber mit ein paar Freund*innen im Wald ein Feuer machen und eine Suppe...

Ich bin eine von zehn. Gedanken zum Endometriosis Awareness Month

  Es ist Samstagabend. Ich stehe in meiner kleinen Küche und blättere in Büchern. Vor mir liegt mein Notizbuch, hinter mir köchelt ein Curry. Ich bereite mich auf den Women’s Circle vor – eine Gesprächsgruppe für studierende Frauen* zu Themen rund um eine zyklische Lebensweise, die bald wieder im forum³ stattfindet – und suche nach einem passenden Gedicht, um die Teilnehmenden auf den Abend einzustimmen. Das Curry bereitet mich auf den bevorstehenden Winter vor. Nicht die Jahreszeit – Gott sei Dank – sondern meinen inneren Winter, meine Mens. Meistens habe ich während der ersten zwei, drei Tage nicht die Kraft, mir Essen zuzubereiten. Habe ich gerade keine Schmerzen, muss ich mich von ihnen erholen. Deshalb koche ich jeweils in den Tagen zuvor etwas Feines, um meinem Körper wenigstens einmal pro Tag etwas Nahrhaftes zuzuführen. Auch meine Einkäufe und Hausarbeiten erledige ich vorab und schliesse bei Arbeit und Uni so viel ab wie nur möglich, damit ich während dieser ersten Tage m...

Der Sommer kommt…

  (Foto von styvo Putra Sid auf Unsplash ) «Recreation» – ein schönes Wort aus dem Englischen und Französischen. Es mag für vieles stehen, was uns über das Semesterende hinaus in den kommenden Sommermonaten erwartet. «Recreation» – das bedeutet Pause, Erholung, Erfrischung. Für die meisten von euch ist das allerdings noch Zukunftsmusik. Vorerst stehen intensives Lernen, das Schreiben von Arbeiten, Abgabetermine und Prüfungen auf dem Programm. Im Moment ist also vielmehr «creare» – schaffen – angesagt als «recreare». Doch ist Lernen überhaupt kreativ? Auf weiten Strecken besteht Lernen im Studium ja im (oft nicht gerade spannenden) Auswendiglernen von Fakten und Konzepten, die an Prüfungen wiedergegeben werden müssen. Die Menge von Stoff kann überwältigen und ein dickes Sitzleder erfordern. Hinzu kommt der Druck, der vor Prüfungen und Abgaben spürbar zunimmt. Für viele Studierende ist das eine Herausforderung. Gerade in solchen Phasen scheint mir hilfreich, wenn Lernende...