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WHAT'S ON: Auch das stärkste Osterei muss einmal bersten.

Vom österlichen Eiertütschen zum natürlichen Auf und Ab des Lebens   


Ach, Ostern!

Schon bist du wieder vorbei.

Die Sonnenstrahlen werden zunehmend wärmer und erfreuen Mensch wie Natur. Ausgiebiges Brunchen mit den Liebsten, während man bunte Eier in einem ritterlich ehrenhaften Duell am Zmorgetisch antreten lässt, bis die ersten Schalen bersten, bevor man die Überreste des Gemetzels mit Aromat, Salz oder gar ohne (da scheiden sich die Geister!) genüsslich vertilgt.

Hoffe, Ihr konntet diese Zeit vollends geniessen – Ostern als Fest!

Doch Ostern erzählt – ja erinnert uns meiner Meinung nach auch an eine andere Geschichte. Eine Geschichte über das Leben, wie es uns alle betrifft – immer wieder. Ostern erinnert uns an das mögliche Leid, den Tod und auch die Auferstehung des Lebens – allesamt als natürliche Prozesse in unseren Erfahrungen gegenwärtig. Wie momentan überwiegend im bunten und wohlriechenden (Wieder-) Aufblühen der Natur zu beobachten ist.

In all dem zeigen uns Ostern, oder Corona aber auch der Frühling in seiner freundlichen Erscheinung an und für sich nichts Neues. Ostern, der Frühling, aber auch Corona sind allesamt keine unnatürlichen Ereignisse. Wir können sogar davon ausgehen, dass wir nächstes Jahr mindestens wieder Ostern und den Frühling erleben werden. Blicken wir in eine andere Richtung – zurück. Dann sehen wir, dass in der kurzen (verglichen mit dem Alter der Erde) Geschichte der Menschheit einige Pandemien, Kriege, Krisen, Niedergänge von ganzen Völkern, sich mit medizinischen und wissenschaftlichen Errungenschaften, Frieden, Reichtum und das Aufblühen von verschiedenen Kulturen in einem dynamischen Zusammenspiel auf der Bühne der Menschheitsgeschichte abwechselten.

Corona ist nicht das Problem.

Auch nicht das abgelaufene, angeschimmelte Schoko-Jogurt im Kühlschrank, auf dass man sich doch so sehr nach einem anstrengenden Tag gefreut hat. Denn diese Ereignisse erinnern an ein Problem. Es scheint, dass wir diesen natürlichen Prozessen – diesem dynamischen Zusammenspiel von Tod und Auferstehung des Lebens unterworfen sind. Immer wieder.

Solche Zeiten laden uns auf eindringlichste Art und Weise darauf ein, uns einmal genauer mit dem Leben – und mit uns zu befassen. Antworten auf diesen dynamischen und natürlichen Prozess bieten viele religiöse, spirituelle und philosophische Pfade – aber lassen wir all dies bei Seite – bleibt bloss unsere gegenwärtige und persönliche Erfahrung.

Was ist wichtig?
Warum bin ich hier?
Was zählt?
Für dich?
Für mich?
Für uns als Gesellschaft?
Für uns als Menschheit im 21. Jahrhundert?
Für uns alle als Teil des vielfältigen, doch fragilen Lebens auf dieser grossen bunten Erde?

An unserem Workshop Was zählt? Für mich. Für uns. berichten am Freitagabend (23. April) drei Pandemie-Betroffene aus verschiedenen beruflichen Branchen (ein Spitalseelsorger, ein Restaurant- und Barbesitzer sowie eine Sozialanthropologin) über ihre persönliche Erfahrung, und reflektieren darüber, was dies für uns als Gesellschaft bedeuten kann.

Allesamt auf unterschiedlichste Weise und ganz persönlich von dieser Pandemie betroffen - und inmitten dessen doch auch gemeinsam – teilen wir ein einschneidendes Ereignis als Menschheit seit nun mehr als  einem Jahr.

Am Samstag kannst du dich an eine persönliche und in der Gruppe gemeinsame Auseinandersetzung mit Werten annähern. Dabei können wir u.a. entdecken, wohin wir unterwegs sind. In eine Richtung, in welche du dich bewusst persönlich bewegen möchtest? Und in eine Richtung, in welche wir uns gemeinsam als Gesellschaft hinbewegen möchten? 

Wohin es gehen soll, wissen wir wohl erst, wenn wir erkennen, was zählt. Für mich. Für uns.

Herzlich
Flavio Stucky
(Assistent Ref. Forum, stud. Religionswissenschaft)

Anmeldung zum Workshop möglich bis am 19. April an flavio.stucky@students.unibe.ch. Es ist auch möglich, nur am Freitagabend oder nur am Samstag teilzunehmen.

(Bild: pixabay.com)

 

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